Abgedacht „Stein-Zeit“

Liebe Nettelnburgerinnen und Nettelnburger, liebe Gemeindeglieder!

Ein Philosophieprofessor stand vor seinen Studenten. Das Thema der Vorlesung hieß sinnvolle Lebens- und Zeitplanung. Dazu wolle er ein Experiment durchführen. Zuerst nahm er ein großes leeres Glas und füllte es bis zum Rand mit großen Steinen. Ob das Glas voll sei, fragte er in den Saal. Die Studenten stimmten zu. Nun nahm er eine Schachtel mit Kieselsteinen und ließ sie in das Glas rieseln. Dabei bewegte er das Glas hin und her – die Kieselsteine füllten die Zwischenräume. Ob das Glas nun voll sei, fragte der Professor wieder. Sie stimmten wieder zu und lachten. Da nahm der Hochschullehrer eine Schachtel mit Sand und schüttete ihn in das Glas. Der Sand rieselte in die vielen kleinen Zwischenräume. „Nun“, wurden die Studenten aufgefordert, „ich möchte, dass Sie erkennen, dass dieses Glas wie ihr Leben ist! Was können wir daraus lernen?“ Die klugen Studenten dachten an das Thema und einer antwortete: „Selbst wenn wir denken, dass unsere Zeit schon lange bis zum Rand gefüllt ist, lässt sich immer noch ein Termin einschieben, wenn wir es wirklich wollen.“ „Nein“, widersprach der Professor, „das Experiment zeigt: Wenn man die großen Kieselsteine nicht als erstes in den Krug legt, werden sie später alle niemals hineinpassen.“ Es ergibt sich die Frage: Was sind die großen Steine in unserem Leben: Gesundheit, Familie, Freunde, Realisierung der Träume, Entspannung, Einsatz für andere, Zeit für Gott? Stehen Sie auch an erster Stelle? Oder konzentrieren wir uns auf den Kies und den Sand und verbringen wir das Leben vor allem mit den Kleinigkeiten, die einem so schnell durch die Finger rinnen? Die Zeit bis Ostern wird von vielen als Fastenzeit genutzt. Sie verzichten auf etwas, damit Wichtiges in den Blick kommt. In Gottesdiensten und Andachten fragen wir, wie die wichtigen Dinge an die vorderen Plätze gelangen und sich das, was uns sowieso beschäftigt nachordnet. Das betrachten wir im Lichte der Liebe Gottes, wie sie uns in Jesus, seinem Wirken, seinem Leiden und Auferstehen erscheint. Es geht um wahres und erfülltes Leben. So sagt es Jesus zu: „Ich lebe und ihr sollt auch leben.“

Eine gesegnete Passions- und Osterzeit wünscht Ihr/Euer

Hartmut Sölter, Pastor
04/2017

 


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