Angedacht „60 Jahre Bugenhagenkirche „

Liebe Nettelnburgerinnen und Nettelnburger, liebe Gemeindeglieder!

60 Jahre wird die Bugenhagenkirche alt. Was mit einem Bibelkreis im Oberen Landweg begann und sich mit der liebevoll „Schafstall“ genannten Holzhütte von 1927 bis 1958 (Standort am heutigen Baedekerbogen) fortsetzte, hat seit dem 31.10.1958 Gestalt und Ort als Kirche und Gemeindehaus im Nettelnburger Kirchenweg. Zum Jubiläumsgottesdienst am 4.11., dem auf den 31.10. folgenden Sonntag, um 11 Uhr hält Pröpstin Dr. Ulrike Murmann die Festpredigt.
Unsere Kirche hat ihren Platz in Nettelnburg gefunden. Vor allem haben Menschen dort ihren Platz gefunden. Ein Kirchgebäude macht Sinn, wenn sich dort eine Gemeinde versammelt. Die Nettelnburgerinnen und Nettelnburger schätzen den Kirchplatz und die Gemeindewiese. Die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Nettelnburg veranstaltet dort jedes Jahr am Sonnabend vor dem 2. Advent den Weihnachtsmarkt und eine Woche nach Ostern den Pflanzenmarkt. Anfang September haben wir mit dem Kirchspiel Bergedorf den mobilen Gottesdienst MoGo! gefeiert. Tagsüber ist die Kirche als Ruheort zur Einkehr geöffnet.
Eine Kirche betritt man – und verlässt sie wieder. Sie ist ein Gasthaus. Allerdings eines mit einer besonderen Note: Kirche ist ein Ort, an dem die Sprache des Herzens zu Hause ist. Wer sein Herz öffnet, erfährt Heilung und Segen. Im Bibelwort für den Monat Oktober hat der Psalmbeter zu Worten gefunden, die zum „Gasthaus“ Kirche passen: „All mein Sehnen, Herr, liegt offen vor dir, mein Seufzen ist dir nicht verborgen. (Psalm 38,10)
In der Bugenhagenkirche gibt es gute Gelegenheiten solches Sehnen zu pflegen oder zu entdecken. Wer sich zu Taufe und Abendmahl einfindet, empfängt das bedingungslose Ja Gottes zum Leben. Wer mit Bitte und Dank, Klage und Gotteslob betet, bekommt ein weites Herz. Wer mit bekannten und neuen Liedern seine Stimme erklingen lässt, erfährt Halt. Wer auf Worte der Bibel hört, wird auf die Spur des Lebens geführt, die stärker ist als alles Böse, Tod und Resignation. Zusammengefasst findet sich die Sehnsucht in dem neueren Kirchenlied, das zum Mottolied für das Jubiläum taugt:

Da wohnt ein Sehnen tief in uns, o Gott, nach dir, dich zu sehn, dir nah zu sein. Es ist ein Sehnen, ist ein Durst, nach Glück, nach Liebe, wie nur du sie gibst.

  1. Um Frieden, um Freiheit, um Hoffnung bitten wir. In Sorge, in Schmerz, sei da, sei uns nahe Gott.
  2. Um Einsicht, Beherztheit, um Beistand bitten wir, in Ohnmacht, in Furcht, sei da, sei uns nahe Gott.
  3. Um Heilung, um Ganzsein, um Zukunft bitten wir. In Krankheit, im Tod, sei da,sei uns nahe Gott.

 

Mit herzlichem Gruß, Ihr/Euer
Hartmut Sölter, Pastor
Stand: Okt 2018


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