Angedacht „Fröhlicher Tausch“

Liebe Nettelnburgerinnen und Nettelnburger, liebe Gemeindeglieder!

Das Weihnachtsfest lag für Martin Luther (1483-1546) ganz nah an seiner reformatorischen Entdeckung. Seine Umgebung meinte sich mit Bußleistung und Fastenzeit auf die Geburt Jesu vorbereiten zu müssen. Für Luther war Weihnachten ein Fest der Gnade. Luther führte vor allem die Kinder weg vom Knecht Ruprecht mit der Rute hin zu dem Geschenk Gottes: In der Krippe kam der Befreier von Schuld und Verfehlung. Luther rief zum Tauschgeschäft auf: Gib Deine Gottlosigkeit auf und finde die Nähe Gottes in dem Kind in der Krippe. Natürlich sah Luther das im Zusammenhang des ganzen Lebens Jesu. Im Kreuzestod Jesu und der Auferstehung an Ostern sah er die Versöhnung mit Gott vollbracht. Wer daran anknüpfe, wer darauf sein Vertrauen setzte, dem war ein versöhntes Leben zugesagt. Das Erscheinen des Sohnes Gottes ganz und gar als Mensch war für ihn Ausgangspunkt für Buße und Umkehr. Luther entdeckte darin die bedingungslose Liebe Gottes. Ebenso, wie wir ein Kind zum Geburtstag beschenken, damit es sich freuen kann und Zuwendung spürt. Das macht einen Heranwachsenden Menschen stark. So ist für uns Christen Weihnachten das Geburtstagsfest Jesu, bei dem alle eingeladen sind fröhlich mitzufeiern! Dazu haben wir eine Idee: ab sofort bieten wir die Möglichkeit für ein Tauschgeschäft: in einem Regal in der Kirche links vom Taufstein finden sich kleine Geschenke. Wenn einem etwas gefällt, darf man es sich mitnehmen. Allerdings nur, wenn man wieder etwas hineinlegt, was einem anderen als Geschenk gefallen würde. Das Tauschgeschenk soll Liebe ausdrücken. So wie Gott uns liebt. Lasst uns schauen, ob wir dabei als attraktive Gemeinde in Nettelnburg erscheinen, die etwas von der Liebe Gottes kapiert hat. Wie Sie wissen, ist die Kirche tagsüber geöffnet. Sind Sie, bist Du dabei? Ich hoffe, so geschieht ein fröhlicher Wechsel und im nächsten Turmhahn gibt es darüber Gutes zu berichten. Gute Nachricht eben.

In diesem Sinne wünsche ich allen eine gesegnete Advent- und Weihnachtszeit.

Ihr/Euer

Hartmut Sölter, Pastor
12/2017


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