Angedacht „Zieh deine Schuhe aus!“

Liebe Nettelnburgerinnen und Nettelnburger, liebe Gemeindeglieder!

Der Wüstensand war weich – und heiß. Ohne Schuhe konnte Mose seinen Weg nicht gehen. Er spürte noch eine andere Wärme: ein Dornbusch brannte. Das ist in der Wüste nicht ungewöhnlich. Aber dieser Busch verbrannte nicht. Das wollte sich Mose genauer anschauen und trat näher. Plötzlich tönte ihm Gottes Stimme entgegen:

„Zieh deine Schuhe aus! Der Ort, auf dem du stehst, ist heiliges Land.“ (2. Buch Mose, Kapitel 3)

Ferienunternehmungen sind Entdeckungsreisen. Wir brauchen nicht zu „marschieren“ wie im Alltag. Wer dieses Privileg nutzt, wird auf Stimmen und Sachen aufmerksam. Begegnungen und Begebenheiten werden uns einhalten lassen. Wofür lohnt es, „die Schuhe auszuziehen“ und genauer nachzuschauen? Vermutlich werden wir keine brennenden Dornbüsche sehen. Gott weckt unser Interesse trotzdem immer wieder. Uns werden die Augen geöffnet für die Wunder der Schöpfung, für die Musik, für geschenkte Liebe, für ein Gespräch und manches andere mehr. Gott spricht uns auf vielfältige Weise an. Wer bemerkt, dass er so „heiliges Land“ betritt, „ziehe seine Schuhe aus“ und halte inne. Mose muss seine Schuhe dann wieder anziehen. Er bekommt den Auftrag sich für die Befreiung seines Volkes aus der Sklaverei einzusetzen. Dornbusch-Geschichten machen einem Feuer. Sie sind mehr als Staunen über die Natur. Wer „heiliges Land“ betritt, erfährt einen Auftrag. Mose selbst wird zu einem Hirten, der für die Erlösung und Befreiung seines Volkes brennt. Beim Innehalten drängt sich die wunderbar positive Fragestellung auf: Wozu geschieht mir das? Worauf gehe ich nun zu? Ich wünsche Ihnen und Euch, dass in der Ferienzeit solch ein feuriges Licht aufgeht, das bis in den natürlich wiederkommenden Alltag Wirkung zeigt.

Mit herzlichem Gruß, Ihr /Euer

Hartmut Sölter, Pastor
07/2016


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