Gemeindeleben und Corona – 7. Post (09.05.2020)

Liebe Gemeindeglieder, liebe Freundinnen und Freunde der Bugenhagengemeinde,

In dem Bibelwort für diesen Sonntag (Losung genannt) findet sich folgende Aufforderung: Tu, was dir vor die Hand kommt; denn Gott ist mit dir. (1. Samuel 10,7)

Das passt zu der derzeitigen Lage. Wir schauen, entscheiden und handeln auf Sicht. Meine Zeilen möchte ich deshalb mit einem großen Dank beginnen. Denn viele haben in den letzten Tagen und Wochen die Gelegenheiten ergriffen, die ihnen „vor die Hand“ gelegt wurden. Sie haben geholfen und mitgemacht, was angebracht war. Und ich möchte ermutigen, Wünsche und Nöte zu äußern. Niemand muss allein klarkommen. Ein Anruf oder eine Mail genügt, damit wir uns als Gemeinde Hilfestellung geben oder schauen, wo es Unterstützung gibt. Gott sei Dank hat uns in der letzten Zeit der Himmel freundliches Wetter beschert – inclusive des Regens, der immer noch nötig ist.

Die Rundmail hatte eine längere Pause, was verschiedene Gründe hatte. Jetzt ist es Zeit, wieder von sich hören zu lassen. Denn es gibt mehr Klarheit, wie es um das Feiern von Gottesdiensten steht. Auch da sind wir immer noch auf Sicht unterwegs und lassen uns nicht zur Eile treiben. Regeln und Schutzmaßnahmen wollen wohl bedacht sein.

Dieser Sonntag trägt den Namen Kantate. Das heißt „Singet“ – und dieser Name, der eigentlich Programm ist, macht das Dilemma deutlich. Nicht nur, dass die Aufforderung in der Mehrzahl formuliert ist und wir in der Bugenhagenkirche uns derzeit mit kaum mehr als 30 Personen versammeln dürfen. Gemeindegesang ist Kernbestandteil des Gottesdienstes – und ist bei Zusammenkünften streng verboten. Darunter leiden alle Musiker*innen und diejenigen, die gern Musik hören. Die Bischöfin für Hamburg und Lübeck, Kirsten Fehrs, hat einen bewegenden Brief dazu geschrieben. Mit dieser Mail schicke ich ihn mit.

Wie angekündigt geben wir für den 17.Mai wie schon vorher einen Hausgottesdienst in die Gemeinde. So ist genügend Zeit, den nächsten Gottesdienst in unserer Kirche vorzubereiten. Der erste Gottesdienst soll am 24. Mai um 10 Uhr stattfinden. Kaum mehr als 30 Plätze erlauben die Bestimmungen dafür. 10 weitere werden wir per Übertragung auf die Leinwand im Gemeindesaal anbieten. Wir bitten um Voranmeldung per Telefon unter 735 09 537. Wenn das Band läuft, bitte Name und Telefonnummer aufsprechen. Das Telefon ist nicht dauernd besetzt. Eine Anmeldung ist auch per Mail unter pastor@kirche-nettelnburg.de möglich. Es ist nötig eine Schutzmaske für Mund und Nase zu tragen. Ausdrücklich weisen wir darauf hin, dass sich jeder Teilnehmende der Möglichkeit aussetzt 14 Tage in Quarantäne begeben zu müssen, sollte sich im Nachhinein herausstellen, dass jemand in der Kirche mit Corona infiziert war. Denn jede und jeder, die oder der dabei ist, muss sich registrieren lassen. Für die Sicherheit und die Gesundheit gibt es diese Auflagen. Die gute Nachricht ist: es haben sich Menschen aus der Gemeinde gefunden, die für eine Live-Übertragung via Internet sorgen. Genauere Informationen dazu werden zeitnah zum Gottesdienst am 24.5. auf der Gemeindehomepage unter www.kirche-nettelnburg.de zu finden sein. Geben Sie uns gerne Rückmeldung zu den Gottesdiensten und äußern auch Wünsche für Verbesserungen.

Die weiteren Planungen sehen aktuell so aus:

Für den Monat Juni wird es eine kleine Ausgabe des Gemeindebriefes geben.

Offene Kirche: Die Kirche ist weiterhin tagsüber offen, um sie einzeln (!) zu besuchen, Einkehr zu halten, vielleicht eine Kerze anzuzünden oder etwas an die Klagemauer zu pinnen. Donnerstags von 17-18 Uhr bin ich in der Regel weiter dort anzutreffen für diejenigen, die ein Gespräch wünschen. Natürlich bin ich jederzeit auch über die anderen Wege wie Telefon, Mail oder in meinem Büro erreichbar.

Trauergottesdienste sind nur am Grab und mit sehr begrenzter Teilnehmendenzahl möglich. Das ist schmerzhaft für alle Trauernden. Taufen und Trauungen können weiterhin bei mir angemeldet werden. Im Gespräch lassen sich Einzelheiten klären, wie die Feiern gestaltet werden können.

Ein Dank an dieser Stelle an alle Ehren- und Hauptamtlichen, die für Kontakte und Begleitung, Unterstützung und Ermutigung sorgen: für ältere und jüngere Erwachsene, für Kinder und Jugendliche, mit Musik, bei Grundstückspflege und Reinigung, im Büro und in der Gemeindeleitung und sicher noch bei vielen anderen Tätigkeiten, die gar nicht so offensichtlich sind. Hinweise und Angebote finden sich auf der Gemeindehomepage.

In allem Tun und Lassen wünsche ich Kraft, Liebe und Besonnenheit,

Ihr/Euer Hartmut Sölter, Pastor


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