Spurensuche – ein Luther-Update

Samstag, 13. Februar 2016 um 17:00 Uhr

mit Prof. Dr. Peter Zimmerling, Leipzig

Eingeladen wird zu einer Veranstaltung in zwei Teilen.
17-18.30 Uhr ist die Seelsorge Luthers das Thema.
Von 19.30 bis 21 Uhr geht es um die Spiritualität Luthers.
Nach dem Vortrag ist jeweils Gelegenheit zu Fragen und zum Gespräch. Zwischendrin ist Zeit für einen Imbiss.

Ort: Gemeindesaal Bugenhagenkirche Nettelnburg, Nettelnburger Kirchenweg 4

Anlass dieser Veranstaltung ist das Lutherjubiläum 2017. Während in vielen Gemeinden und Einrichtungen das Pro- gramm längst entsteht, kam der Wunsch unter nach einer inhaltlichen Vorbereitung. Wir sind eine lutherische Kirche. Woran können wir das festmachen? Ist das lutherische Profil für andere erkennbar, ohne das es nur von der Abgrenzung lebt?

Veranstalter sind das Kirchspiel Bergedorf und die Bugenhagengemeinde Nettelnburg.
Diese Veranstaltung ist kostenfrei, um Anmeldung bis spätestens 8.2. im Kirchenbüro unter Tel (040) 735 51 21 oder E- Mail kirchenbuero@kirche-nettelnburg.de wird gebeten.
Wenn diese Fragestellungen Sie interessieren, sind Sie herzlich eingeladen. Solange genügend Platz ist, kann jede/r dabei sein. Ist das Seminar voll, waren Sie zu spät und bekommen eine Absage. Zusagen werden nicht versandt. Bitte benutzen Sie den Anmeldezettel. Es wird sicher eine gewinnbringende Zeit miteinander.

 

Lesen Sie hier ein paar anregende Gedanken von Peter Zimmerling dazu:

Luthers Seelsorge und Spiritualität
Die von der EKD bis 2017 ausgerufene Lutherdekade hat sich nach meiner Wahrnehmung bisher zu wenig mit den Stärken von Luthers Denken beschäftigt und sich nicht ausreichend darum bemüht, seine Überlegungen den Gemeinden zu vermitteln und darüber ein Gespräch zu beginnen. In der Beschäftigung mit Luthers Seelsorge und Spiritualität will ich dafür einen Akzent setzen.
Am Anfang der Reformation stand der Wittenberger Beichtstuhlstreit. Ausgelöst wurde er durch den von Johann Tetzel durchgeführten Ablasshandel. Wer zahlen konnte, war seine Sünde los. Luther geriet über diesen Handel in Zorn und versuchte, ihn im Gespräch mit Verantwortlichen in Kirche und Staat abzustellen. Seine 95 Thesen lassen bereits ein völlig neues Seelsorgeverständnis gegenüber der bis dahin vorherrschenden mittelalterlichen Lehre und Praxis erkennen. Prägend für Luthers Ansatz in der Seelsorge ist ein realistisches Menschenbild. Martin Luther entwirft es unter dem geöffneten Himmel Gottes.
Luther ist für viele Menschen heute ein Fremder geworden. Die Beschäftigung mit der Spiritualität Luthers stellt eine Möglichkeit dar, diese Fremdheit zu überwinden und einen neuen Zugang zu ihm als Mensch und im Gefolge davon zu seinem theologischen Denken zu gewinnen. Wir wollen miteinander auf Spurensuche gehen. Was bedeutet es z.B., dass Luther der erste moderne „Weihnachtschrist“ war? Luther war auch ein beeindruckender Lehrer des Gebets, wie sich an seiner kleinen Schrift „Eine einfältige Weise zu beten, für einen guten Freund“ zeigen lässt. Der Reformator wollte darin seinen Barbier Peter, mit dem er befreundet war, Hilfen zum Gebet geben.

Prof. Dr. Peter Zimmerling, Leipzig


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