Unterstützung für Familie Scheunemann in Papua
veröffentlicht am 31. Januar 2010
In jedem Jahr ruft der Kirchenvorstand auf, Vorschläge für ein Gemeinde-Spendenprojekt zu machen. Jeweils am letzten Sonntag im Monat wird im sog. Gemeindeanliegen nach dem Gottesdienst dafür gesammelt. Ein Gemeindemitglied soll sich dafür verantwortlich erklären. Außerdem wollen wir uns an mindestens einem Gemeindeabend inhaltlich mit dem Projekt auseinandersetzen.
Für 2009 haben wir für Holocaustopfer in Israel gesammelt und es sind €1.636,81 zusammengekommen. Für 2010 haben wir uns für eine Missionarsfamilie in Papua-Neuguinea entschieden. Ehepaar Stüven stellt das Projekt vor:
Im Sommer letzten Jahres stellten sich Rainer und Heidi Scheunemann während eines Heimaturlaubs in der Bugenhagenkirche vor. Sie leben mit ihren Kindern Julia, Jan und Benjamin seit 12 Jahren auf der indonesischen Insel Papua (der Ostteil heißt Papua-Neuguinea).
Rainer ist Theologe. Er hat seit 1999 mit mehreren Einheimischen zusammen eine Abendbibelschule in 14 Städten Papuas aufgebaut, in der Laien theologisch für den Gemeindedienst ausgebildet werden. Rainer unterrichtet auch an der Theologischen Hochschule in Papua, wo Theologen und Religionslehrer studieren. Nebenbei predigt er viel in Gemeinden, die er im Rahmen seiner Reisen besucht. Da Rainer sehr musikbegeistert ist, schreibt er viele Lieder, die in Papua gern in Gemeinden, aber auch in Fußballstadien gesungen werden. Er versucht, auch über die Lieder die Botschaft von Christus und von Frieden unter den Volksstämmen weiter zu tragen.
Heidi ist Betriebswirtin und berät vor allem im Hochland Kleinunternehmer, die sich eine eigene Existenz aufbauen wollen. Das fängt oft mit dem Erklären des Dreisatzes an, da die meisten Papua nur eine geringe Schulbildung haben. In Wamena im Hochland liegt die christliche Wirtschaftsschule, an der Heidi mit anderen Entwicklungshelfern Kleinunternehmern Unterricht in Buchführung und anderen praxisrelevanten Themen auf der Grundlage des christlichen Glaubens erteilt. Heidi organisiert auch Motorsägen-Workshops, in denen die Einheimischen den Umgang mit den Sägen und deren Reparatur lernen können. In ihrer Gemeinde ist Heidi in der Kinder- und Jugendarbeit engagiert und kümmert sich auch um Projekte mit Straßenkindern.
Heidi, Rainer und ihre Kinder sind alle begeisterte Sportler und spielen aktiv Volleyball und Fußball. Daraus haben sich Turniere entwickelt, die oft einige hundert Aktive und noch viel mehr Zuschauer anziehen. Es geht neben allem Spaß am Sport auch hier um Versöhnung unter den oft verfeindeten Menschen verschiedener Stämme, die vielleicht gemeinsam in einer Mannschaft spielend Grenzen überwinden lernen.
Es ist nicht möglich, in einem Artikel alle Arbeitszweige der Scheunemanns darzustellen. Wir sind begeistert, dass sie so viele Menschen mit ihrem Dienst erreichen und diese Begeisterung ist auch auf ihrer Homepage spürbar, deren Besuch wir Ihnen wärmstens empfehlen:
Familie Scheunemann freut sich sehr, dass wir sie als Gemeinde in diesem Jahr begleiten und unterstützen möchten. Wir werden Ihnen im Laufe des Jahres im Gottesdienst und im Turmhahn immer mal wieder Aktuelles über sie und ihre Arbeit berichten.
Anne-Marie und Frank Stüven
