Welche Hoffnung haben Sie gewonnen?
veröffentlicht am 2. April 2009
Liebe Nettelnburgerinnen und Nettelnburger, liebe Gemeindeglieder!
Zum Glück ist die dunkle Jahreszeit zu Ende. Die Tage sind heller und länger. Das tut der Seele gut. Die Dunkelheit macht uns auf Dauer fertig. Wir brauchen das Licht.
Der Ausspruch von Jesus ist nicht gerade bescheiden, wenn er sagt: „Ich bin das Licht der Welt.” Wie kommt er dazu, obwohl die Menschheit die Erde kontinuierlich ausbeutet und ohne Krieg nicht auszukommen scheint und es im Leben von Menschen durch Gewalt und Krankheit oft düster aussieht? Der Ausspruch Jesu „Ich bin das Licht der Welt” ist ein Osterwort. Jesus ist von den Toten auferstanden. Das leere Grab steht für Hoffnung statt Resignation, Versöhnung statt Verzweiflung, Frieden statt Gewalt. Die dunkle Macht des Todes ist gewichen. Deswegen schreibt Paulus später, dass ein Christenleben ohne Glauben an die Auferstehung kraftlos wäre. Lassen Sie uns deshalb ein Licht anzünden. Ein Licht als Zeichen, dass wir dem Leben glauben und nicht dem Tod. Ein Lichtzeichen für uns selbst, indem wir uns vergewissern: Ich orientiere mich am Licht und nicht an der Dunkelheit. Ich schenke Jesus mein Vertrauen und nicht dem Bösen. Zugleich ist das Anzünden eines Lichtes aber auch ein Signal nach außen: Wir haben eine Hoffnung, die stärker ist als die Not unserer Welt. Denn Jesus sagt: „Ich bin das Licht der Welt.” Für den Ostergottesdienst am 12.4. um 7 Uhr rufen wir zu einer Aktion auf: Weil Jesus auferstanden ist, zünden wir unsere Lichter an. Am besten bringt jeder seine Taufkerze mit in den Gottesdienst. Wer keine hat, kann vor Beginn des Gottesdienstes eine bekommen.
Dann können Sie auch zu Hause in die Stille gehen und ein Licht anzünden. Wir sind immer wieder bedroht und angefochten und müssen uns entscheiden; damit die Hoffnung und das Leben gewinnen. Die Taufkerze dient aber nicht nur zur Ermutigung, sondern kann auch Ausdruck von Freude und Dank sein: Warum nicht die eigene Taufkerze anzünden, wenn Sie einen „Hoffnungssieg” für das Leben gewonnen haben – sozusagen als persönliche Osterdankkerze – als Freude z. B. über ein klärendes Gespräch und einen gelösten Konflikt?
Jesus sagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.”
Ich wünsche Ihnen und Euch eine gesegnete Osterzeit, die die Spur der Hoffnung in der Nachfolge Jesu aufnimmt und so die Kraft der Auferstehung selbst erlebt.
Ihr/Euer
Hartmut Sölter, Pastor
