Wohin geht die Reise?
veröffentlicht am 9. Juni 2009
Liebe Nettelnburgerinnen und Nettelnburger, liebe Gemeindeglieder!
Sommerzeit ist Reisezeit. Zeit um das zu unternehmen, was wir uns vorgenommen haben. Die meisten fahren dafür von zu Hause fort, andere bereisen die Heimat. Im Urlaub ist Zeit, das in Aussicht genommene Ziel zu erreichen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihr Reiseziel wohlbehalten erreichen und heil wieder hier ankommen. Das Erreichen des Zielortes ist eine Sache im Urlaub. Mindestens ebenso nötig ist es, entspannt darauf sehen zu können, wohin die Reise im eigenen Leben geht. Reisezeit ist auch Ruhezeit – Zeit zum Einkehren, Zeit zum Kraft schöpfen für die Aufgaben und die Menschen, für die wir da sind und die für uns da sind.
Dazu ist der Reisesegen ein hilfreicher Begleiter. Er richtet den Blick nicht nur auf uns selbst, sondern spricht uns das segensreiche Wirken Gottes für unsere Aufgaben zu und für den Menschen, mit denen wir täglich zu tun haben. In diesem Segen wird um Bewahrung vor Selbstüberschätzung gebeten. Manchmal stecken wir uns zu hohe Ziele. Erwartungen werden dann nicht erfüllt. Die Finanzkrise der letzten Monate lässt es uns erleben. Wenn Krisen dazu führen die Lebensziele neu auszuloten, kann die Krise eine Chance werden. Wohin geht die Reise? Es kostet Mut, nach dem Ziel zu fragen und nicht nur auf das zu achten, was gerade anliegt. Leicht werden wir sonst zu Gefangenen der Alltagsdringlichkeiten und wissen gar nicht mehr, wozu wir da sind.
Wo wollen wir hin? Ich wünsche Ihnen, dass Sie mit einer Antwort aus dem Urlaub zurückkommen. Der erste Gottesdienst nach den Ferien am 30.8. wird die Frage nach dem Ziel aufgreifen und will so für den beginnenden Alltag stärken. Anlass für dieses Thema ist die Mondlandung aus dem Jahr 1969, die sich zum 40. Mal jährt. Es erschien unvorstellbar, dass der Mensch es schaffen würde, seinen Fuß auf den 384.000km entfernten Himmelskörper zu setzen. Welches Ziel war damit eigentlich erreicht? Um welches Ziel geht es überhaupt im Leben? Lassen Sie uns zum Auftakt in den Spätsommer gemeinsam über diese „Zielfrage” Gottesdienst feiern.
Einen gesegneten Sommer wünscht Ihnen Ihr
Hartmut Sölter, Pastor